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Neue Erkenntnis: 6 Stunden Schlaf sind so schlimm, wie gar kein Schlaf

Neue Erkenntnis: 6 Stunden Schlaf sind so schlimm, wie gar kein Schlaf

6 Stunden Schlaf ausreichend oder nicht?
Ob 6 Stunden Schlaf ausreichend sind? Eine Untersuchung der Universitäten Harvard, Pennsylvania und Philadelphia gibt eine Antwort.

Viele Menschen stellen sich die Frage wie viel Schlaf eigentlich ausreichend ist bzw. am besten für einen ist. Dies ist eine Frage, die nicht ganz so einfach zu beantworten ist. Grundsätzlich lässt sich Schlaf nämlich nicht pauschalisieren und ist somit bei jedem Menschen individuell zu betrachten.

Wie viel Schlaf ist zu wenig?

Prof. Ingo Fietze ist Oberarzt für Innere Medizin und als Schlafforscher Leiter des Interdisziplinären Schlafmedizinischen Zentrums an der Berliner Charité. In einem Interview mit der Wirtschafts Woche differenziert er zwischen drei Typen von Schläfern.

„Der Normalschläfer braucht zwischen sieben und acht Stunden Schlaf. Das ist der sogenannte Wohlfühlschlaf, der am gesündesten ist. Daneben gibt es Menschen, die weniger als sechs Stunden schlafen und als Kurzschläfer gelten. Ein Kurzschläfer schläft zwischen fünf und sechs Stunden, egal ob unter der Woche oder am Wochenende. Er ist tagsüber nicht müde und hält auch mittags kein Nickerchen. Allerdings ist das eher ein Ausnahmetyp.
Dann gibt es noch Langschläfer, die brauchen zwischen neun und neuneinhalb Stunden Schlaf.“

Diese Unterteilung in verschiedene Schlaftypen macht klar, dass es nicht die eine Faustregel für den perfekten Schlaf gibt. Jeder sollte sich zunächst bewusst machen, in welche der drei Kategorien er fällt. Nur wenn man sich darüber im Klaren ist, kann man sich auf seinen eigenen Schlaftyp einstellen und entsprechende Schlafzeiten einplanen.

Untersuchung zeigt Auswirkungen von zu wenig Schlaf

In der Fachzeitschrift „Sleep“ wurde eine Untersuchung der Universitäten Harvard, Pennsylvania und Philadelphia veröffentlicht. Die Untersuchung dreht sich um die Frage, welche Auswirkungen die Anzahl der Stunden Schlaf pro Nacht auf den Menschen haben.


Das Ergebnis ist erschreckend! Probanden, die sechs Stunden schliefen, schnitten bei den gestellten Testfragen im Labor bereits nach zehn Tagen genauso schlecht ab wie Personen, die zwei Nächte gar nicht schliefen.


Schlafmangel verursacht erhöhtes Aufmerksamkeitsdefizit

In der Studie wurde über zwei Wochen das Schlafverhalten von 48 Erwachsenen überwacht. Die Teilnehmer schliefen während der Studie mal vier, sechs oder acht Stunden.

Das Ergebnis der Studie: Personen, die nur sechs Stunden pro Nacht schlafen, haben bei den Testfragen bereits nach zehn Tagen genauso schlecht abgeschnitten wie Personen, die zwei Nächte gar nicht geschlafen hatten.

Dass Schlafmangel unsere Konzentration und Leistungsfähigkeit beeinflusst, ist an sich nichts neues. Jedoch ist man bislang nicht davon ausgegangen, dass die Anzahl der geschlafenen Stunde auch individuelle Auswirkungen haben können.

Warum sechs Stunden Schlaf schlimmer ist als kein Schlaf

Vorweg will noch gesagt werden, dass die Probanden mit nur vier Stunden Schlaf genauso schlecht abgeschnitten haben. Das Problem bei den sechs Stunden Schläfern war viel mehr, dass sie ihren eigenen Schlaf und ihre körperliche Leistungsfähigkeit vollkommen falsch einschätzten.

Personen ohne jeglichen Schlaf oder mit nur vier Stunden Schlaf wiesen offensichtliche Anzeichen von erhöhtem Schlafdefizit auf und gaben dies auch so den Forschern gegenüber wieder. Die sechs Stunden Schläfer fühlten sich allerdings nicht besonders übermüdet oder weniger konzentriert. Bei den Testfragen haben sie nach 10 Tagen allerdings genauso schlecht abgeschnitten.

Das Problem ist also vielleicht viel mehr, dass wir bei sechs Stunden kaum noch differenzieren können, ob wir jetzt ausreichend oder mangelhaft geschlafen haben. Auf lange Sicht ist das gefährlich, denn es besteht das Risiko schwerer Folgeerkrankungen bei einem nicht erkannten Schlafdefizit. Herz-Kreislauf-Krankheiten wie Bluthochdruck ist da nur eines von vielen Beispielen.

Besser Schlafen: Leichter gesagt als getan

Herauszufinden, wie man konsequent genug Schlaf bekommt, ist eine harte Nuss, die es zu knacken gilt. Die gleichen Ratschläge, die Experten seit Jahrzehnten erteilen, sind wahrscheinlich ein guter Ausgangspunkt: Sorge für eine konsequente Schlafenszeit; schaue mindestens 30 Minuten vor dem Schlafengehen nicht mehr auf elektronische Bildschirme; begrenze den Alkoholkonsum (Alkohol macht viele Menschen schläfrig, kann aber auch die Qualität und Dauer des Schlafs verringern); und bewege dich ausreichend.

Ein weiterer Ratschlag, den man nicht gerne hört, der aber ebenso gültig ist, lautet, Übergewicht zu verlieren. Schlafapnoe und Fettleibigkeit weisen laut der National Sleep Foundation eine sehr hohe Korrelation auf. Hinzu kommt, dass adipöse Arbeitnehmer bereits jetzt unter mehr verlorener produktiver Zeit leiden als normalgewichtige und übergewichtige Arbeitnehmer.

Andere Ursachen für Schlafprobleme sind physische, neurologische und psychologische Probleme. Selbst Stress und Sorgen können den Schlaf negativ beeinflussen. Schlafmangel ist ein offizielles Gesundheitsproblem, und das aus gutem Grund. Ernährung, Bewegung, geistige und körperliche Gesundheit beeinträchtigen unsere Fähigkeit zu schlafen und im Gegenzug unsere Fähigkeit, unser Bestes zu geben.

Schlechte Schlafgewohnheiten zu beheben, um genügend Schlaf zu bekommen, ist leichter gesagt als getan.

Was tun gegen schlechten Schlaf?

schlafendes paar mit circul schlaftracker ring, 6 stunden schlaf

Wir haben zusammen mit einem Präventologen und Schlafexperten eine Reihe von Tipps und Tricks aufgestellt. Schaut sie euch gerne mal an und versucht sie Schritt für Schritt umzusetzen. Schlaf zu verbessern braucht Zeit und Training. Geduld ist hier also eine wichtige Eigenschaft. Erwartet keine Verbesserung von heute auf morgen.

Lese-Tipp: Die besten Tipps zum Einschlafen – Mit diesen 8 Tipps & Tricks erholsam Schlafen

Wer sich nicht allein auf die Tipps verlassen möchte, kann sich auch einen Schlaftracker zur Hilfe nehmen. Es gibt Schlaftracker wie den CIRCUL Schlaftracker Ring, die den Puls und die Sauerstoffsättigung kontinuierlich messen.

Die kontinuierliche Messung ist wichtig, um präzise Messergebnisse zu erhalten. Momentaufnahmen, wie man sie von Smartwatches bekommt, sind nur bedingt hilfreich. Erst durch eine kontinuierliche Messung lässts sich ein vollständiges Bild des Schlafes erkennen.

Setzt die Tipps und Tricks gegen schlechten Schlaf um und messt parallel mit einem Schlaftracker euren Schlaf. Beobachtet, wie sich eure Werte verbessern. Hier aber noch einmal der Hinweis: Verbesserungen werden nicht von heute auf morgen spürbar sein. Mit etwas Geduld und Disziplin werdet ihr aber schon bald spürbare Ergebnisse spüren und morgens wieder leichter aus dem Bett kommen.

Der Schlaftracker wird euch zusätzlich dabei unterstützen Auffälligkeiten wie Atemaussetzer zu erkennen. Diese können auf schwerer Schlafprobleme oder sogar Schlafstörungen hinweisen. In einem solchen Fall empfehle ich dringend einen Arzt aufzusuchen!

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Die Sauerstoffsättigung und der ODI im Schlaf
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Das Schlafapnoe Syndrom – Beschreibung, Symptome und Diagnose

 

Fazit

Wer schlecht oder zu wenig schläft, sollte dies nicht einfach so hinnehmen. Und schon gar nicht sollte das Problem mit schweren Schlaftabletten oder ähnlichen Hilfsmitteln kompensiert werden. Durch einen gesünderen Lebensstil kann schon viel bewirkt werden. Nicht nur euer Schlaf wird positiv beeinflusst, sondern euer gesamter Körper und Geist. Körperliche und mentale Gesundheit wiederum wirken sich positiv auf die verschiedensten Bereiche eures Lebens aus. Euren Job, Beziehungen, sogar euer Sexleben werden eine Verbesserung erfahren.

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